ÜBER DIE ÖKSG

Anfang der 70er kam es unter Prof. Barolin (Vorstand der Neurologischen Abteilung, Rankweil, Feldkirch Vbg) zur Gründung des "Arbeitskreises für Kopfschmerzforschung im deutschen Sprachraum" (unter Mitarbeit von J.Kugler in München und D.Soyka in Kiel). Es war eine zwanglose Gruppierung ohne Vereinscharakter, ohne feste Mitgliedschaft und ohne Beiträge. Vermutlich ab 1973 traf man sich zum "Jährlichen Frühjahrssymposium“ in Zürs/Arlberg. Themen waren „Nervenärztliche Grenzgebiete in interdisziplinärer Sicht", wobei allerdings „Der Kopfschmerz“ das jährliche Hauptthema darstellte.
1981 kam es zum „1.Internationalen Kopfschmerzkongress des deutschen Sprachraums“ in Feldkirch (Vbg), ab dem der Arbeitskreis etwas straffer geführt und unter der Leitung von Prof. Helmuth Lechner (Ordinarius an der Neurologischen Universität Graz) so etwas wie eine KS-Gesellschaft gegründet wurde. Ob diese je Vereinscharakter hatte, ist nicht bekannt. Prof. Barolin publizierte zwischen 1881 und 1994 die mittlerweile legendäre Buchreihe „Reihe zwangloser Darstellungen zur Kopfschmerzforschung des Arbeitskreises für Kopfschmerzforschung im deutschen Sprachraum“.
1986 wurde die „1. österreichisch/deutsche Migränetagung“ im Schlosshotel Weikersdorf bei Baden abgehalten. Tagungspräsident war Prof. Lechner, Hauptreferenten waren u.a. Prof. Soyka, Prof. W.D.Gerber, Prof. Wessely, Prof. Maly und Prof. Barolin. Als Hauptthema wurde „Responder/Nonresponder in der Migränetherapie“ gewählt.
Danach beginnt jedoch das Vereinsleben wieder zunehmend zu erschlaffen. Erst 1991 anlässlich der Van Swieten-Tagung regte Prof. Lechner die (Neu)Gründung einer KS-Gesellschaft auf Vereinsbasis an. Prof. Wessely und Prof. Maly erklärten sich bereit, als Proponenten diese Aufgabe zu übernehmen und es kam im Frühjahr 1993 zur Gründung und vereinsrechtlichen Genehmigung der heutigen ÖKSG. Zum Präsident wurde Prof. Wessely gewählt, der dieses Amt schließlich bis 2006 inne hatte. In dieser Zeit wurden jährlich kleinere Treffen und Fortbildungen meist in Kooperation mit der Österreichischen Schmerzgesellschaft veranstaltet. Es kam zu gemeinsamen Publikationen „Praktischer Umgang mit Kopf- und Gesichtsschmerzen“ (Wessely (Hsg), Springer Verlag, 2000) und „Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen - Therapieempfehlungen der ÖKSG“ (Wessely, Wöber (HsG), facultas Verlag, 2003). Daneben fanden sich etliche nationale und internationale Zeitschriftenpublikationen.
Der Verein blieb ohne große Höhen und Tiefen bis 2006 personell und strukturell unverändert. Auf Prof. Wessely folgte für eine Amtsperiode Prim. Baumhackl aus St. Pölten, bis zuletzt im März 2008 anlässlich des ersten „Kopfschmerz 3-Länder-Eck Symposiums“ in Längenfeld Doz. Lampl aus Linz die Präsidentschaft übernahm. Es folgte eine völlige Neugestaltung des gesamten Vorstandes mit neuem Sekretär und Sekretariat, neuem Kassier und verändertem Beirat.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Maly und Christian Lampl